Der Heli bezieht die Energie für den Auftrieb und den Vortrieb des Helikopters während des Fluges aus dem Antrieb. Fällt der Antrieb aus, bleibt als einziger Ausweg eine Notlandung ohne Antrieb, namentlich Autorotationslandung . Die Autorotationslandung gehört bei Helikopterpiloten zur Ausbildung. Im Modellsportbereich wird die Autorotation geflogen, um den Heli im Notfall, gleich den bemannten Vorbildern zu landen, oder aber auch als Kunstflugfigur bei Flugvorführungen, die durchaus ihren Reiz hat.

Egal ob eine Motorwelle bricht, der Antriebs-Akku oder der Regler ausfällt, sich das Motorritzel löst - früher oder später wird jeder einmal in die Situation kommen, das Modell ohne Antrieb landen zu müssen. Dann ist es gut, wenn man die Autorotationslandung vorher geübt hat.

So wie die Mehrzahl der Flugzeuge die Möglichkeit hat, mit ausgefallenem Antrieb unter Höhenverlust eine begrenzte Strecke weiter zu segeln, so hat auch ein Helikopter die Möglichkeit weiter zu fliegen - natürlich ebenfalls mit kontinuierlichem Höhenverlust - nur wird das beim Helikopter "Autorotieren" genannt. Wichtig dabei ist, dass die im System gespeicherten Energien sinnvoll und sparsam genutzt werden.

Autorotations-Primärziel: Rotordrehzahl halten und Energie sparen

Da die Rotorblätter eines Helikopters gegen den Luftwiderstand arbeiten, fällt die Drehzahl des Rotors ohne Energiezufuhr durch den Antrieb ab, würde man versuchen den Heli weiter auf Höhe zu halten. Mit abfallender Rotordrehzahl geht der notwendige Auftrieb verloren und der Hubschrauber stürzt ab. Einen Heli mit ausgefallenem Antrieb zu landen, ist daher immer mit Sinkflug verbunden. Durch den Sinkflug wird die Strömungsrichtung der Luft an den Rotorblättern umgekehrt. Die umgekehrte Luftströmung treibt den Rotor an, verhindert dadurch einen Drehzahlabfall und kann im besten Falle die Rotordrehzahl sogar steigern. Der Luftwiderstand an den Rotorblättern bremst gleichzeitig den Sinkflug des Helikopters.

Dazu wird der Helikopter bis zum Flären in Rückenfluglage gehalten und dann unmittelbar vor der eigentlichen Landung über Roll oder sogar über die Nickachse herumgedreht und aufgesetzt.

Vom Schwierigkeitsgrad her ist diese Art der Autorotation wesentlich höher angesiedelt, weshalb man auch zunächst einmal die normale Autorotation fast mit verbundenen Augen fliegen können sollte, bevor man sich an diese abgewandelten Varianten heranwagt. Eine Drehung am Ende der Autorotation über die Nickachse kostet wesentlich mehr Energie als eine Drehung über die Rollachse.

Also bitte zuerst das Drehen über die Rollachse üben.